Wir sind Mitglied im paritätischen Wohlfahrtsverband.

Wir danken allen Organisationen, Vereinen und Privatpersonen für ihr Engagement, ihre Hilfe und Wertschätzung für unsere Arbeit.

Eine Liste der Unterstützer gibt es hier!

Fit for Future

Das Projekt startete im April 2006 mit 8 Mädchen der 9./10. Klasse und Schulabgängerinnen. Bis Ende Juni erlernten die Teilnehmerinnen einmal wöchentlich ihre Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen und trainierten so genannte Schlüsselkompetenzen (Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit, Flexibilität). Diese werden von vielen Arbeitgebern erwartet.

Anhand von kreativen Übungen und Selbstreflexion wurden die Mädchen fit gemacht für Bewerbungsgespräche.

Warum dieses Projekt?

In der Schule lernen Jugendliche, Bewerbungsmappen zu erstellen und machen in der Regel ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Der Transfer von Theorie und Praxis kann während des Schulunterrichtes jedoch nur begrenzt erfolgen. Dieses Projekt möchte den Theorie-Praxis-Transfer unterstützen und bisherige theoretische und praktische Erfahrungen der Mädchen reflektieren. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen den Mädchen helfen, ihre persönlichen Fähigkeiten kompetent zu präsentieren und dazu beitragen, eine individuelle, realitätsorientierte persönliche Darstellung bei Bewerbungsanschreiben und Vorstellungsgesprächen zu erlangen. Dazu gehört auch das Wissen und Beherrschung so genannter Berufsschlüsselkompetenzen, die von vielen Arbeitgebern erfordert werden. Dazu gehören z.B. Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Kompromissbereitschaft, Flexibilität, Teamfähigkeit, Durchsetzungsvermögen, Belastbarkeit, soziale Kompetenzen, etc. Für viele junge Menschen sind diese Begriffe nur schwer mit Inhalt zu füllen. Es fällt Ihnen schwer, ihre eigene Belastbarkeit oder ihr Verhalten in Stress- und Konfliktsituationen richtig einzuschätzen und zu beurteilen. Viele Arbeitgeber setzen diese Kenntnisse und Kompetenzen dennoch voraus. Damit stellen Sie einerseits hohe Anforderungen an die Persönlichkeitsentwicklung, bieten andererseits jedoch auch eine Möglichkeit, Qualifikationen außerhalb der schulischen Leistungen zu bewerten.

Das Beherrschen von Berufsschlüsselkompetenzen und ein selbstsicheres und realistisch einschätzbares Auftreten sind wichtige Unterstützungen bei der Ausbildungs- und Jobsuche. Das Trainieren von diesen Kompetenzen sind wichtige Voraussetzungen, um in einem Vorstellungsgespräch zu überzeugen.

Die erworbenen Kenntnisse sollen am Ende des Projektes anhand von Bewerbungsgesprächen (Rollenspielen) überprüft werden. Dazu werden diese mit Videokamera festgehalten.

Parallel zum Training der Berufsschlüsselkompetenzen sollen die Teilnehmerinnen mit Berufen konfrontiert werden, die als eher „nicht frauentypisch“ gelten. Alle 14 Tage werden dazu Referenten aus der Praxis eingeladen, die aus Ihrem Berufsfeld berichten und Tipps und Anregungen geben. Frauentypische Ausbildungsberufe wie z.B. Arzthelferin sind oft überlaufen. In diesen Berufen ist es schwer einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Sie werden von Mädchen jedoch oft wegen der stereotypen Anforderungen gewählt. Die Vermittlung der Berufsschlüsselkompetenzen und das Auseinandersetzen mit den eigenen Stärken und Fähigkeiten öffnet das Berufsspektrum.

Ziele

Ziel ist es, die Chancen auf einen Ausbildungsplatz oder eine berufliche Tätigkeit der Teilnehmerinnen durch den Erwerb von Schlüsselqualifikationen zu erhöhen, sowie eine realistische Einschätzung Ihrer Kompetenzen und Fähigkeiten zu erlangen, damit eine realistische, aussagekräftige und persönliche Darstellung im Bewerbungsverfahren erfolgen kann. Das Interesse für „nichtfrauentypische“ Berufe soll geweckt werden, damit sich das mögliche Berufsspektrum der Teilnehmerinnen erweitert.